Multispektrale Digitalisierung
Das Unsichtbare sichtbar machen
Im Rahmen wissenschaftlicher Digitalisierungsprojekte reicht die reine Erfassung im sichtbaren Bereich oft nicht aus. Ziel ist es, Originale möglichst wenig zu belasten und gleichzeitig umfassende Informationen über Materialität, Entstehung und Veränderung eines Objekts zu gewinnen.
Standardverfahren nutzen ausschließlich den sichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums (ca. 400 – 700 nm). Um jedoch verborgene Details wie Unterzeichnungen, Übermalungen, Materialschäden oder Retuschen sichtbar zu machen, werden zusätzlich Ultraviolett- (UVA, UVB, UVC) und Infrarotstrahlung (IR) eingesetzt:
UV-Aufnahmen ermöglichen die Visualisierung von Alterungsprozessen, früheren Restaurierungen und organischen Materialien durch Fluoreszenzphänomene. Wir haben die Möglichkeit in drei Bereichen UV-Fluoreszenzaufnahmen zu machen (254 – 365 nm).
Infrarotaufnahmen durchdringen obere Farbschichten und machen Skizzen, Korrekturen oder Änderungen im Werkprozess sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind (ca. 1000 nm).
Gerade bei schwer transportierbaren oder ortsfesten Objekten – wie Wandgemälden, großformatigen Leinwänden oder historischen Dekorationen – sind kontrollierte Lichtverhältnisse entscheidend.
Hierfür haben wir den CUBE (Culture heritage Unit Box for Enhanced scanning) entwickelt: ein mobiles, lichtundurchlässiges Aufnahmesystem, das es uns ermöglicht, auch vor Ort große Objekte stehend oder liegend multispektral zu digitalisieren, unabhängig von äußeren Lichtverhältnissen.
Anwendungsbeispiele:
- Gemälde
- Wandmalereien
- Mineralien
- Schriftgut
- Materialanalyse
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