Retrodigitalisierung: Kulturgut sichern – Restaurierung unterstützen
Für Restauratorinnen und Restauratoren ist der Erhalt von Originalen eine zentrale Aufgabe. Die Retrodigitalisierung bietet hier eine wertvolle Ergänzung: Sie ermöglicht die detaillierte Dokumentation, Analyse und Sicherung von Kunst- und Kulturobjekten, ohne das Original unnötig zu belasten.
Dabei kommen Techniken zum Einsatz, die selbst empfindlichste Materialien wie Pergament, Papier, Leinwand oder Holz besonders schonend erfassen. Hochauflösende und farbverbindliche Digitalisate liefern eine wissenschaftlich präzise Grundlage für Dokumentations- und Restaurierungsprozesse. Ergänzt wird dies durch multispektrale Verfahren: Aufnahmen im UV-, IR- und sichtbaren Spektrum machen Vorschädigungen, Überarbeitungen oder Materialveränderungen sichtbar, die mit bloßem Auge schwer zu erkennen wären.
So entstehen digitale Reproduktionen, die nicht nur den Erhalt des Originals unterstützen, sondern auch langfristig gesichert werden. Archivfähige Datenformate und eine strukturierte Metadatenerfassung nach internationalen Standards gewährleisten, dass die wertvollen Informationen auch für kommende Generationen zugänglich bleiben.
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